Natur.
Als Stadtmensch und eher introvertierte Person sind meine fotografischen Streifzüge in der Natur immer eine willkommene Abwechslung.
 
Meine Kamera ist für mich die beste Ausrede, um das Haus zu verlassen.
Ich würde mich selbst nicht als besonders sportlich beschreiben und finde eigentlich immer einen guten Grund, warum Zocken oder Serienbingen auf dem Sofa einem Ausflug ins kühle Nass vorzuziehen sind. Sobald ich aber eine Kamera in der Hand halte, bin ich plötzlich für ein paar Schritte an der frischen Luft zu haben, laufe freiwillig durch Wind und Wetter und robbe durch den Matsch, um im Gehölz vielleicht doch noch diesen einen fotogenen Pilz zu entdecken.
Fotografieren in der Natur gehört zu den wenigen Tätigkeiten, bei denen mein Kopf völlig frei wird.
Wenn ich eine Kamera in der Hand halte, denke ich in der Regel an nichts anderes als an das Motiv vor mir. Meine Hände wissen plötzlich intuitiv, was zu tun ist. Diese Konzentration auf das Wesentliche und das geduldige Warten auf den richtigen Moment hat etwas sehr Beruhigendes. Vielleicht entsteht diese Ruhe auch dadurch, dass ich nichts erzwingen kann. Ein paar Dinge liegen zwar in meiner Hand: Ich kann dem Motiv folgen, eine andere Perspektive einnehmen, mein Verständnis für Lichtverhältnisse und Verhalten meiner Umwelt schärfen – der richtige Moment entsteht aber erst dann, wenn alles zusammenpasst. Und dazu gehört neben viel Geduld auch ein bisschen Glück.
An manchen Tagen gehe ich ohne ein einziges Bild nach Hause, das mich wirklich überzeugt. Aber allein die Aussicht, dass heute ein gutes Bild gelingen könnte, motiviert mich jedes Mal aufs Neue.
 
 
Hast du Gedanken oder Anregungen zu meinen Bildern?